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CREDO - ICH GLAUBE - Was bedeutet das ?

Über den Glauben

 

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Christlicher Glaube ist Glaube an GOTT

Wenn Christen sagen: „Ich glaube“, „ich bin gläubig“, dann bedeutet das, dass sie an GOTT glauben.

  • Ich glaube, dass es GOTT gibt,
  • ich glaube, dass GOTT Sich in Seinem SOHN JESUS offenbart hat,
  • ER ist gut,
  • ER ist heilig,
  • ER ist gerecht,
  • ER ist die personifizierte Liebe,
  • ER ist treu.
  • Ich glaube, dass die Bibel GOTTES Wort ist, unabhängig davon, dass ich sie nicht in allem verstehe,
  • ich glaube, dass Sein Wort zuverlässig und in allem wahr ist,
  • ich glaube, dass ER Seine Zusagen (Verheißungen) erfüllt,
  • ich glaube, dass die Bedingungen und Androhungen GOTTES absolut ernst gemeint sind,
  • ich glaube, dass GOTT ohne Anfang und ohne Ende ist,
  • ich glaube, dass ER es wert ist, dass ich IHM mein Leben anvertraue,
  • ich glaube, dass ER es gut mit uns meint,
  • ich glaube, dass ER uns auch heute noch die Erkenntnis Seines Willens in den Dingen des Alltags schenken will.

 

Wir könnten mit dieser Aufzählung weiter und weiter fortfahren. Wie gut ist es, dass wir glauben dürfen! Aber mit dieser Aufzählung, wie lang sie auch sein mag, haben wir nur die eine Seite besprochen von dem, was Glauben bedeutet. Um besser zu verstehen, werden wir in das Neue Testament hineinschauen, um gemeinsam herauszufinden, was dort über das Thema „Glauben“ zu lesen ist.

Folgende Wörter gehören zur Wortfamilie „glauben“:

PistiV (pistis) = Glaube, Vertrauen, Fürwahrhalten, Zuversicht, Treue, Zuverlässigkeit, Beweis(-mittel), Beglaubigung, Glaubenslehre (243´ im NT; Strongs Nr. 4102[1]).

pistikoV (pistikos) = glaubwürdig, treu, echt, unverfälscht (2´ im NT; Strongs Nr. 4101)

pistoV (pistos) = gläubig, glaubend, vertrauend, Glauben hegend, glaubwürdig, zuverlässig, treu (68´ im NT; Strongs Nr. 4103)

pisteuw (pisteuō) = glauben, vertrauen, treu sein (243´ im NT; Strongs Nr. 4100)

pistow (pistoō) = überzeugt sein von, Glauben oder Vertrauen erwecken, sich verbürgen (1´ im NT; Strongs Nr. 4104)

apistoV (apistos) = ungläubig, unglaubwürdig, unzuverlässig, treulos, tückisch, unglaublich (23´ im NT; Strongs Nr. 571)

apistew (apisteō)= nicht glauben, misstrauen, nicht gehorchen, untreu sein (8´ im NT; Strongs Nr. 569)

apistia (apistia) = Unglaube, Misstrauen, Treulosigkeit, Unzuverlässigkeit (11´ im NT; Strongs Nr. 570)

  • oligopistoV (oligopistos) = kleingläubig (1´ im NT; Strongs Nr. 3640a)
  • oligopistia (oligopistia) = Kleinglaube (5´ im NT; Strongs Nr. 3640b)

Beim näheren Hinsehen finden wir heraus, dass das Wort „Pistis“ nicht nur „Glaube“ bedeutet, sondern auch „Treue“. Entsprechendes gilt für alle Glieder der Pistis-Familie.

Glaube ist also nicht nur ein Anerkennen von gewissen Tatsachen, sondern ebenso ein Ausdruck von Treue. Man kann sagen: Glaube ist ein Treueverhältnis mit GOTT. ER ist mir gegenüber treu[2], und ich bin - wie ich es in der Taufe öffentlich versprochen habe - IHM, meinem GOTT, treu. Es versteht sich von selbst, dass ich nicht aus eigener Kraft treu sein kann, sondern dass Sein GEIST in mir „Wollen und Vollbringen“ schenkt.

Weiter ist Glaube auch ein Liebesverhältnis[3] mit GOTT. Ich darf mir Seiner treuen Liebe zu mir jeden Augenblick bewusst sein, und ER hat in mein Herz Seine Liebe ausgegossen. Das bedeutet, dass ich lieben kann: IHN, meinen GOTT, und nicht nur IHN, sondern alle, die ER liebt. Sogar meine Feinde. Im Verlauf unserer Betrachtung werden wir weitere Merkmale, aber auch Auswirkungen des Glaubens sehen.

Glauben, ohne zu sehen

Johannes 20,25-30: Da sagten die anderen Jünger zu ihm: „Wir haben den Herrn gesehen“. Er aber sprach zu ihnen: „Es sei denn, dass ich in seinen Händen das Mal der Nägel sehe und meine Finger in das Mal der Nägel lege, und lege meine Hand in seine Seite, so werde ich nicht glauben“. Und nach acht Tagen waren seine Jünger wiederum drinnen und Thomas bei ihnen. Da kommt Jesus, als die Türen verschlossen waren, und stand in der Mitte und sprach: „Friede euch!“ Dann spricht er zu Thomas: „Reiche deinen Finger her und sieh meine Hände, und reiche deine Hand her und lege sie in meine Seite, und sei nicht ungläubig, sondern gläubig“. Thomas antwortete und sprach zu ihm: „Mein Herr und mein Gott!“ Jesus spricht zu ihm: „Weil du mich gesehen hast, hast du geglaubt. Glückselig sind, die nicht gesehen und geglaubt haben!“

1. Petrus 1,7-8: ... auf dass die Bewährung eures Glaubens, viel köstlicher als die des Goldes, das vergeht, aber durch Feuer erprobt wird, erfunden werde zu Lob und Herrlichkeit und Ehre in der Offenbarung Jesu Christi; welchen ihr, obgleich ihr ihn nicht gesehen habt, liebet; an welchen glaubend, obgleich ihr ihn jetzt nicht sehet, ihr mit unaussprechlicher und verherrlichter Freude frohlocket ...

Hebräer 11,1:

(Jantzen) Es ist der Glaube aber die standhafte Zuversicht [die Gewissheit, das Vorwegnehmen] des Gehofften, das Überführtsein von Dingen, die nicht gesehen werden.

(Münchener NT) Es ist aber (der) Glaube Grundlage (des Erhofften), ein Überführtsein von nicht sichtbaren Dingen.

(Schumacher NT) Es ist aber der Glaube eine Verwirklichung dessen, was man erhofft, ein Überführtsein von Dingen, die man nicht sieht.
Fußnoten bei Schumacher: Der Glaube macht unsichtbare, zukünftige Dinge zu einer Realität, mit der man rechnet. Das griechische Wort „hypostasis“ kann verschiedenes bedeuten: das wahre Wesen, Grundlage, Fundament, Substanz, Wirklichkeit, Verwirklichung, Standhaftigkeit, Absicht, Vorhaben, (feste) Zuversicht (2. Kor. 9,4; Hebr. 3,14). (Dinge: Tatsachen, Ereignisse, Begebenheiten)

Diese drei Bibeltexte sagen über den Glauben das Folgende aus:

  1. Der Glaube hat es (meistens) mit Dingen zu tun, die man (noch) nicht sieht.
  2. Jedenfalls ist es besser, zu glauben, obwohl man „nicht sieht“. Thomas wäre „glückselig“, wenn ...
  3. Wir glauben an unseren HERRN JESUS, obwohl wir IHN zur Zeit noch nicht sehen. Wir sind demnach „glückselig“ in unserem Glauben.
  4. Glaube macht gewiss.
  5. Der Glaube nimmt vorweg, was GOTT für die Zukunft verheißen hat. Er ist die Basis für unsere Freude, indem wir davon ausgehen, dass GOTT das, was ER verheißen hat, gewiss erfüllen wird[4].
  6. Der Glaube handelt entsprechend der Zusage GOTTES, auch wenn sich diese im Augenblick noch nicht erfüllt hat. Petrus steigt aus dem Schiff; danach erfährt er, dass man sich auf CHRISTI Wort verlassen kann: Das Wasser trägt!
  7. So verwirklicht der Glaube die Verheißung (das, was man hofft).
  8. Der Glaube ist ein Überführtsein[5] von (noch) unsichtbaren Dingen. Ich gehe davon aus, baue darauf, dass diese Dinge wahr sind.

Ohne Glauben gibt es kein Heil

Das ist die Hauptbotschaft des Römerbriefes: „Denn wir urteilen, dass ein Mensch durch Glauben gerechtfertigt wird, ohne Gesetzeswerke“ (Römer 3,28). Ohne Glauben gibt es keine Gerechtigkeit und keine Rettung. Auf die Frage des Kerkermeisters: „Ihr Herren, was muss ich tun, auf dass ich errettet werde?“ antworteten Paulus und Silas: „Glaube an den Herrn Jesus, und du wirst errettet werden, du und dein Haus“ (Apostelgeschichte 16,30-31).

Der Glaube ist die Voraussetzung dafür, dass wir überhaupt GOTT nahen können. Ich glaube, dass es GOTT gibt, dass ER in Seinem Wort redet, dass Sein Wort wahr ist.

Der Glaube ist die Voraussetzung dafür, dass wir GOTT wohlgefallen können[6]. Ich glaube, dass ich in CHRISTUS die „Gerechtigkeit GOTTES“[7] bin. Entsprechend verhalte ich mich, in der Hoffnung, dass ER dieses Verhalten belohnen wird (lies Hebr. 11,1!). Ohne dass wir GOTT nahen, ohne dass wir Sein Wort annehmen, können wir nicht errettet werden.

Markus 16,16: Wer da glaubt und getauft wird, wird errettet werden; wer aber nicht glaubt, wird verdammt werden.

Johannes 3,18: Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht geglaubt hat an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes.

Johannes 3,36: Wer an den Sohn glaubt, hat ewiges Leben; wer aber dem Sohne nicht glaubt, wird das Leben nicht sehen, sondern der Zorn Gottes bleibt auf ihm.

Johannes 5,24: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und glaubt dem, der mich gesandt hat, hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist aus dem Tode in das Leben übergegangen.

Johannes 6,35: Jesus aber sprach zu ihnen: Ich bin das Brot des Lebens: wer zu mir kommt, wird nicht hungern, und wer an mich glaubt, wird nimmermehr dürsten.

Johannes 6,47: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer [an mich] glaubt, hat ewiges Leben.

Johannes 11,25: Jesus sprach zu ihr: Ich bin die Auferstehung und das Leben; wer an mich glaubt, wird leben, auch wenn er gestorben ist.

Beachten wir: Es heißt: „Wer glaubt ...“, nicht: „Wer einmal gläubig geworden ist“, „wer einmal geglaubt hat“ ...! 
Sofern und solange wir glauben, sind wir gerettet. Wenn wir aufhören zu glauben, verlieren wir die Rettung[8]. Diese Feststellung soll uns nicht Angst machen; sie soll uns vielmehr ermuntern, unseren Glauben bis zum Ende festzuhalten[9], den Glauben zu bewahren „bis ans Ende“[10] - unseren Glauben bewahren zu lassen durch unseren Heiland-GOTT.

„HERR, vermehre uns den Glauben!“

Lukas 17,5-6: Und die Apostel sprachen zu dem Herrn: Vermehre uns den Glauben! Der Herr aber sprach: Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so würdet ihr zu diesem Maulbeerfeigenbaum sagen: Werde entwurzelt und ins Meer gepflanzt! und er würde euch gehorchen.

Es gibt unterschiedliche Stufen des Glaubens:

  1. 1.                Unglaube
  • Unglaube ist das Kennzeichen eines bösen Herzens (Hebräer 3,12).
  • Indem alle Menschen Adams Kinder sind, sind alle von Natur aus Ungläubige (Römer 11,32).
  • Unglaube macht es unmöglich, dass wir die Werke GOTTES wirken (Matthäus 17,20).
  • Der HERR JESUS schilt den Unglauben Seiner Jünger (Markus 16,14).
  • Unglaube verhindert, dass wir GOTT gefallen (Hebräer 11,6).
  1. 2.                Kleinglaube
  • Kleingläubige sind furchtsam (Matthäus 8,26).
  • Kleingläubige rechnen nicht mit der Macht ihres HERRN (Matthäus 14,31; Matthäus 16,8; Lukas 12,28).
  • Kleingläubige sehen den Wind an (Matthäus 14,30), den der Glaube überhaupt nicht zu sehen vermag.
  • Kleingläubige vergleichen die Größe der Schwierigkeit mit dem, was sie GOTT zutrauen.
  • Kleingläubige sehen auf ihre eigene Schwäche statt auf die Kraft ihre GOTTES.
  • Kleinglaube und Unglaube zweifeln, der Glaube nicht (Römer 4,20)!
  1. 3.                Großer Glaube

Zwei „Heiden“ bekommen von dem HERRN JESUS das Zeugnis, dass sie einen großen Glauben haben. Einer war ein römischer Centurio. Sein Glaube war so groß, wie der HERR ihn selbst in Israel nicht gefunden hatte. Die andere, eine Frau, hatte einen Glauben, der den HERRN JESUS zu dem Ausruf veranlasste: „O Frau, dein Glaube ist groß!“ (Lukas 7,9; Matthäus 15,28).  
Unser Glaube soll wachsen, stark werden.

Glaube wie ein Senfkorn

Lukas 17,5-6: Und die Apostel sprachen zu dem Herrn: Vermehre uns den Glauben! Der Herr aber sprach: Wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so würdet ihr zu diesem Maulbeerfeigenbaum sagen: Werde entwurzelt und ins Meer gepflanzt! und er würde euch gehorchen.

Matthäus 17,19b-20: Wahrlich, ich sage euch, wenn ihr Glauben habt wie ein Senfkorn, so werdet ihr zu diesem Berg sagen: Hebe dich weg von hier dorthin! und er wird sich hinwegheben. Und nichts wird euch unmöglich sein.

Markus 9,23: Jesus aber sprach zu ihm: Das „wenn du kannst“ ist, wenn du glauben kannst; dem Glaubenden ist alles möglich.

Bei zwei verschiedenen Gelegenheiten spricht der HERR JESUS zu Seinen Jüngern vom „Glauben wie ein Senfkorn“. Beide Male verspricht ER ihnen, dass diesem Glauben schier „unglaubliche“ Geschehnisse folgen. Der Berg würde sich „wegheben“ und der Feigenbaum ins Meer gepflanzt. Bei dem Berg denken wir an Sacharja 4,7: „Wer bist du, großer Berg, vor Serubbabel? Zur Ebene sollst du werden!“

Der Feigenbaum ist ein Symbol für Israel, das in das „Meer“, unter die Völkerwelt, gepflanzt wird. Kein Mensch konnte sich das vorstellen. Unmöglich! Unmöglich? Bei GOTT sind alle Dinge möglich (Markus 10,27). Bei dem, der glaubt, sind alle Dinge möglich (Markus 9,23)!

Was hat es nun mit dem Senfkorn auf sich?

  • Es hat Leben in sich.
  • Es hat in sich fast keinen Wert (1 Pfund ca. 3,50 €).
  • 1 Pfd. enthält ca. 72’500 Körner. 1 Korn wiegt also ca. 0,007 g und kostet entsprechend 0,0032 Cent = 0,000032 €.
  • Es hat die Möglichkeit zu wachsen und Frucht zu bringen.

Der HERR JESUS sagt uns damit, dass unser Glaube an sich wertlos ist, dass er aber in Verbindung mit DEM, der das Leben gibt, ja, der das Leben ist, gewaltige Dinge erreichen kann. Nichts ist diesem Glauben unmöglich, weil GOTT alles möglich ist.        
Die Jünger baten um größeren Glauben. Wozu brauchten sie größeren Glauben? Etwa um mehr zu haben als die anderen, um ihnen überlegen zu sein? Großer Glaube ist Glaube an einen großen GOTT. DER ist die Bezugsgröße, nicht mein Glaube.     
Wir glauben an GOTT[11], nicht an unseren eigenen Glauben. Es steht uns nicht zu, zu bemessen, wie groß unser Glaube, wie klein der Glaube unseres Bruders ist.

Das heißt nun aber nicht, dass es einerlei ist, ob mein Glaube klein ist oder groß. Der HERR tadelt Seine Jünger wegen ihres Kleinglaubens. ER möchte Glauben bei uns sehen, „großen“ Glauben. ER möchte, dass sich dieser Glaube wirksam erweist durch die Liebe (Galater 5,6). Und ER teilt Gaben und Aufträge zu nach dem Maße unseres Glaubens (Römer 12,3).

Johannes 11,40: Jesus spricht zu ihr: Habe ich dir nicht gesagt, wenn du glaubtest, so würdest du die Herrlichkeit Gottes sehen?

Markus 16,17: Diese Zeichen aber werden denen folgen, welche glauben: In meinem Namen werden sie Dämonen austreiben; sie werden in neuen Sprachen reden ...

Johannes 14,12: Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer an mich glaubt, der wird auch die Werke tun, die ich tue, und wird größere als diese tun, weil ich zum Vater gehe.

Johannes 7,38: Wer an mich glaubt, gleichwie die Schrift gesagt hat, aus dessen Leibe werden Ströme lebendigen Wassers fließen.

Markus 11,24: Darum sage ich euch: Alles, um was irgend ihr betet und bittet[12], glaubet, dass ihr es empfanget, und es wird euch werden.

Glauben und hören

Glaube ist Glaube an GOTT.  
Um glauben zu können, muss ich GOTT kennen lernen. Um GOTT kennen zu lernen, muss ich IHN zuerst suchen und finden.

Um GOTT mehr kennen zu lernen, muss ich Zeit aufwenden, um IHN zu „betrachten“, Seine Herrlichkeit „anzuschauen“ (Hebräer 3,1; 2. Korinther 3,18).

Glaube ist Glaube an GOTTES Wort.

Um zu wissen, was ich glaube, muss ich im Wort GOTTES, der Bibel, „forschen“, bereit sein, zu lernen (Jesaja 34,16).     
Um in einer bestimmten Angelegenheit glauben zu können, muss ich den Willen GOTTES in dieser bestimmten Angelegenheit kennen.

Wir können beten: „HERR, Dein Wille geschehe!“ oder: „Wenn Du willst, bitte, heile, hilf, ordne ...!“ Glaubendes Bitten weiß, was GOTT in der Angelegenheit will. Der HERR JESUS wusste, dass der VATER IHN immer erhörte. ER wusste nämlich, was der VATER tun wollte. ER bat um nichts, von dem ER wusste, dass GOTT es IHM verweigern würde. ER tat, was ER „den VATER tun sah“ (Johannes 5,19) und nichts anderes.

Auch wir sollen erfüllt sein mit der Erkenntnis Seines Willens, in der Lage sein, zu prüfen, was der „gute und angenehme und vollkommene Wille GOTTES“ sei (Kolosser 1,9; Römer 12,2).

Wenn wir im Gebet unsere Anliegen flehentlich und mit Danksa­gung vor GOTT kundwerden lassen (Philipper 4,6), dürfen wir damit rechnen, dass wir „völlig überzeugt in allem Willen GOTTES dastehen“ können. ER macht uns durch den HEILIGEN GEIST „verständig, was der Wille des HERRN sei“. So und nur so können wir im Alltag festen Schrittes durch die Welt gehen, nur so können wir erhörlich bitten (Kolosser 4,12; Epheser 5,17; Psalm 37,23).

„Glauben“ kann ich nicht,

  • was ich mir wünsche,
  • was ich gut und nützlich finde,
  • was ich unbedingt haben möchte,

sondern

  • was GOTT gesagt hat,
  • was in Seinem heiligen Wort geschrieben ist,
  • wessen mich der GEIST GOTTES versichert hat.

Darum lesen wir Sein Wort, lernen es auswendig, bitten, dass der HERR uns Verständnis gibt in dem, was Sein Wort aussagt.      
Darum lernen wir, den Willen GOTTES in den alltäglichen Dingen zu erkennen, immer mehr zu unterscheiden, was aus unseren Wünschen hervorkommt und was der HERR will, das wir tun sollen und bitten sollen.

Wenn wir den Willen des HERRN kennen, tun wir keine Fehlbitte, wir werden das von IHM Erbetene „haben“[13].

Glaube und Werke

Der HEILIGE GEIST hat besonders durch den Jakobusbrief darauf aufmerksam gemacht, dass ein wesentliches Kennzeichen des Glaubens die Werke sind, die aus dem Glauben hervorkommen. Werke sind sozusagen Indikatoren[14] für den Glauben. Wo sie feh­len, da fehlt auch der Glaube. Glaube, der nicht Werke hervorbringt, ist „an sich selbst tot“ (Jakobus 2,17; 2,20). So, wie der Leib ohne den GEIST tot ist, so ist der Glaube ohne Werke tot (Jakobus 2,26). Es ist nicht möglich, Glauben zu haben ohne Werke. So kann man sagen: „Wenn ich keine Werke hervorbringe, bin ich also auch nicht errettet“ (Jakobus 2,24; Jakobus 2,14).

Der Apostel Paulus widerspricht diesen Aussagen durchaus nicht, wenn er feststellt, dass Werke ohne Glauben uns nicht retten können. Es ist und bleibt der Glaube an den HERRN JESUS, der rettet. Im Jakobusbrief geht es darum, ein bestimmtes Wesensmerkmal des Glaubens herauszustellen: die Tatsache, dass er durch Werke Frucht für GOTT hervorbringt.

In Galater 5,6 lesen wir: „Denn in CHRISTUS JESUS vermag weder Beschneidung noch Vorhaut etwas [Beschneidung als frommes „Werk“], sondern der Glaube, der durch die Liebe wirkt“. Im Titusbrief werden wir 6-mal auf „gute Werke“[15] hingewiesen. Wir sind - so heißt es - Sein Eigentumsvolk, das „eifrig“ sein soll zu guten Werken (Titus 2,14).

Glaubensgehorsam

Der Begriff „Glaubensgehorsam“ (wörtlich: „Gehorsam des Glaubens“) kommt nur zweimal im Neuen Testament vor, am Anfang und am Ende des Römerbriefes  (Römer 1,5; Römer 16,26).

„Glaubensgehorsam“ = Gehorsam, der dem Glauben folgt. Glaubende stehen ihr ganzes Leben lang in Abhängigkeit vom HERRN. Sie erkennen Sein HERR-Sein an, also tun sie, was ER sagt. Das geht über das bloß äußerliche Befolgen von Geboten hinaus. Gläubige wollen dem HERRN gehorchen, sie wollen IHM von Herzen gehorchen. Aber es besteht die Gefahr des Fallens (1. Korinther 10,12). Darum lassen sich die Heiligen GOTTES, die im Glauben leben, vom HERRN bewahren; sie leben sorgfältig, suchen dem HERRN in all ihrem Tun und Handeln zu gefallen. Wenn sie trotzdem versagen, spricht ihnen das Wort Vergebung und Reinigung zu (1. Johannes 1,9).

Am Anfang unserer Ausführungen haben wir festgestellt, dass „Glaube“ Glaube an GOTT ist. Es bedeutet für mich Vorrecht und Verpflichtung, an GOTT zu glauben, IHM treu sein zu dürfen und zu wissen, dass ER mir gegenüber absolut treu ist.

 

Der Glaube des SOHNES GOTTES

Im 2. Kapitel des Galaterbriefes lesen wir:

Ich bin mit Christus gekreuzigt, und nicht mehr lebe ich, sondern Christus lebt in mir; was ich aber jetzt lebe im Fleische, lebe ich durch Glauben, durch den an den Sohn Gottes, der mich geliebt und sich selbst für mich hingegeben hat (Galater 2,20).

Der Apostel bekennt, dass er ... „durch den Glauben an den SOHN GOTTES“ lebt.

Im Grundtext steht hier der Genitiv (Wesfall), der in der griechischen Sprache allerdings nicht ganz dem deutschen Genitiv entspricht. Man kann durchaus „an den SOHN ...“ übersetzen, ebenso: „der von dem SOHN GOTTES herkommt“, aber zunächst: „im Glauben des SOHNES GOTTES“. Gemeint ist der dem SOHN GOTTES eigene Glaube. Der Bibelübersetzer L. Albrecht schreibt dazu: „Das ganze Leben dessen, der ‚in CHRISTUS’ ist, wird, je mehr er in CHRISTI Gemeinschaft erstarkt, desto völliger ein Leben in dem Glauben des SOHNES GOTTES sein.“ Heinz Schumacher ergänzt: „Ein Erstes ist der Glaube an JESUS CHRISTUS; ein Zweites ist es dann, immer mehr dahin zu kommen, zu glauben, wie ER geglaubt hat (zu vertrauen, wie ER vertraut hat). In diesem Sinn hat auch die Übersetzung Glaube JESU CHRISTI (oder Glaube des SOHNES GOTTES) ihre Berechtigung[16]“.

Dürfen wir hier eine Ergänzung anmelden?     
„Glauben, wie ER geglaubt hat“, - glauben, wie ER (auch heute noch) glaubt, glauben, dass ER heute für mich, meinetwegen glaubt! Während mein Glaube oft schwach ist - Seine Treue (= Sein Glaube) bleibt stark. ER betet für mich. ER glaubt, dass Sein Gebet für mich erhört wird. In der Gewissheit dieses Glaubens darf ich hier und heute leben. ER hat Seine Jünger gelehrt, dass der Glaube die Voraussetzung für das Empfangen des Erbetenen ist. ER hat diesen Glauben, wenn ER für Petrus (Lukas 22,31-32) bittet, wenn ER für Seine Gemeinde bittet, wenn ER für mich bittet. Und darum empfängt ER das Erbetene für Petrus, für Seine Gemeinde, für mich. Darin kann ich leben!

Glaubensmut

Durch den Glauben des HERRN JESU, den Glauben, den ER durch Seinen GEIST in mir gewirkt hat, durch das Leben des Glaubens, das ER uns vorgelebt hat, ja, durch den Glauben daran, dass ER jetzt für uns (betet und) glaubt, können wir ein mutiges, sieghaftes Leben führen.

„Ich bin gewiss“, heißt es in Römer 8,38-39, „dass weder Tod noch Leben, weder Engel noch Fürstentümer, weder Gegenwärtiges noch Zukünftiges, noch Gewalten, weder Höhe noch Tiefe, noch irgend ein anderes Geschöpf uns zu scheiden vermögen wird von der Liebe Gottes, die in Christo Jesu ist, unserem Herrn.“     
Dieser und viele andere Aussprüche zeugen von dem Glauben an die „PistiV“ unseres GOTTES. Wir dürfen davon ausgehen, dass der Glaube an Seinen Glauben uns allezeit Sieg gibt. Er ist gleichsam der Sieg, der die Welt überwunden hat (1. Johannes 5,4), insofern er sich unverrückbar eins macht mit dem ewig gültigen Sieg JESU. Das macht den Glaubenden kühn, stärkt seinen Mut, selbst wenn „die Welt voller Teufel wäre“ ... „das Reich muss uns doch bleiben“[17]!

Glaube ehrt GOTT

Ein solcher Glaube ehrt GOTT!

[Abraham] zweifelte nicht an der Verheißung Gottes durch Unglauben, sondern wurde gestärkt im Glauben, Gott die Ehre gebend (Römer 4,20).

Kampf des Glaubens

1. Timotheus 6,12: Kämpfe den guten Kampf des Glaubens; ergreife das ewige Leben, zu welchem du berufen worden bist und bekannt hast das gute Bekenntnis vor vielen Zeugen.

1. Timotheus 1,18-19: Dieses Gebot vertraue ich dir an, mein Kind Timotheus, nach den vorangegangenen Weissagungen über dich, auf dass du durch dieselben den guten Kampf kämpfest, indem du den Glauben bewahrst und ein gutes Gewissen, welches etliche von sich gestoßen und so, was den Glauben betrifft, Schiffbruch gelitten haben.

2. Timotheus 4,7-8: Ich habe den guten Kampf gekämpft, ich habe den Lauf vollendet, ich habe den Glauben bewahrt; fortan liegt mir bereit die Krone der Gerechtigkeit, welche der Herr, der gerechte Richter, mir zur Vergeltung geben wird an jenem Tage; nicht allein aber mir, sondern auch allen, die seine Erscheinung lieben.

1. Korinther 9,24-25: Wisset ihr nicht, dass die, welche in der Rennbahn laufen, zwar alle laufen, aber einer den Preis empfängt? Laufet also, auf dass ihr ihn erlanget. Jeder aber, der kämpft, ist enthaltsam in allem; jene freilich, auf dass sie eine vergängliche Krone empfangen, wir aber eine unvergängliche.

Bei dem „Kampf des Glaubens“ geht es nicht in erster Linie darum, wider die Gewalten, wider die Weltbeherrscher dieser Finsternis, wider die geistlichen Mächte der Bosheit in den himmlischen Örtern zu kämpfen. In Epheser 6,12 ist von einem „palä“ = Ringen, Ringkampf die Rede, während in den o. a. Stellen von „strateia“ und „strateuomai“ und von „agōn“ und „agōnizomai“ die Rede ist. „Agōn“ wird in der bekannteren Stelle Hebräer 12,1 mit „Wettlauf“ wiedergegeben; es bedeutet „Wettkampf, Kampf, Anspannung, Einsatz bemühen“; „agōnizomai“ ist das dazugehörige Verb. „Strateia“ ist der Kampf auf dem Schlachtfeld; das Wort „Strategie“ ist davon abgeleitet.

Bei dem „Kampf des Glaubens“ geht es darum, den Glauben zu bewahren, dranzubleiben, „treu“ (glaubend) bis zum Tode zu sein. Satan, Welt und mein „Fleisch“ sind die Gegner. Treu sein ist ein immer neues treu Werden, „ginou pistoV“, heißt es in Offenbarung 2,10: „Sei und werde treu!“ Dieser Kampf macht immer neue Entscheidungen erforderlich. Es ist auch möglich, „am Glauben Schiffbruch“ zu erleiden (1. Timotheus 1,19), einzelne Kämpfe zu verlieren, wie wir alle aus trauriger Erfahrung wissen. Der HERR erbarmt Sich unser. ER lässt uns am Ende an Seinem Sieg Anteil haben. Einen Siegespreis aber bekommen wir nur, wenn wir in den Kämpfen siegreich den Glauben bewahren, „bis zum Tode“ (damit ist nicht nur der Zeugentod gemeint, sondern Treue, Glauben bis zur Selbstverleugnung) standhaft festhalten.

Glaubensinhalte

Manchmal steht der Begriff „Glaube“ auch für das, was wir glauben.

Hebräer 6,1-2[18] nennt einiges, was zum christlichen Glauben zählt, etwas, was zu dem gehört, was Christen glauben. Das gilt es festzuhalten. Judas 1,3 fordert uns auf, „für den ein für allemal den Heiligen überlieferten Glauben zu kämpfen“. Dazu gehört, dass wir das, „wozu wir gelangt sind“ (Philipper 3,16), festhalten, nicht um des lieben Friedens willen aufgeben - selbst dann nicht, wenn man uns als unbelehrbare, halsstarrige, ewiggestrige Fundamentalisten abtut oder auch verfolgt. Luther soll auf dem Reichstag zu Worms (wo es um sein Leben ging) gesagt haben: „Mein Gewissen ist gebunden an GOTTES Wort. Hier stehe ich. Ich kann nicht anders. GOTT helfe mir!“ (Übrigens: ER hat geholfen, während unzählige andere ihr Eintreten für den Glauben mit dem zeitlichen Leben bezahlen mussten).
Ein besonderes Anliegen GOTTES ist es, dass wir endlich „zur Einheit des Glaubens“ kommen. Im Augenblick gibt es über fast jede Aussage des Glaubens viele und vielerlei Streitpunkte. Die Schrift nennt als eines der Ziele der Bemühungen des HERRN um die Gemeinde, die Sein Leib ist, in Epheser 4,13: „bis wir alle hingelangen zur Einheit des Glaubens“. Wie können wir gemeinsam für den Glauben kämpfen, ihn bewahren, wenn wir uns über seine Inhalte nicht einmal in den wesentlichen Aussagen einig sind?

 

Wie komme ich zum Glauben?

1. Korinther 2,11-16: Denn wer von den Menschen weiß, was im Menschen ist, als nur der Geist des Menschen, der in ihm ist? Also weiß auch niemand, was in Gott ist, als nur der Geist Gottes. Wir aber haben nicht den Geist der Welt empfangen, sondern den Geist, der aus Gott ist, auf dass wir die Dinge kennen, die uns von Gott geschenkt sind; welche wir auch verkündigen, nicht in Worten, gelehrt durch menschliche Weisheit, sondern in Worten, gelehrt durch den Geist, mitteilend geistliche Dinge durch geistliche Mittel. Der natürliche Mensch aber nimmt nicht an, was des Geistes Gottes ist, denn es ist ihm eine Torheit, und er kann es nicht erkennen, weil es geistlich beurteilt wird; der geistliche aber beurteilt alles, er selbst aber wird von niemand beurteilt; denn „wer hat den Sinn des Herrn erkannt, der ihn unterweise?“ Wir aber haben Christi Sinn.

Matthäus 16,16-17: Simon Petrus aber antwortete und sprach: Du bist der Christus, der Sohn des lebendigen Gottes. Und Jesus antwortete und sprach zu ihm: Glückselig bist du, Simon, Bar Jona; denn Fleisch und Blut haben es dir nicht geoffenbart, sondern mein Vater, der in den Himmeln ist.

Nein, „Fleisch und Blut“, d. h. der „natürliche Mensch“, kann uns nicht von den „Dingen, die uns vom HERRN geschenkt sind“, überzeugen.

Der Verstand, all unsere menschliche Weisheit, reicht nicht aus, um uns die Gewissheit über geistliche Wirklichkeiten zu geben. Dazu ist etwas Neues erforderlich, etwas, das nicht in uns angelegt ist. Wir brauchen ein neues Denken, „CHRISTI Sinn“. Diesen Sinn bekommen wir, wenn wir von oben her geboren werden zu einer neuen Schöpfung durch den HEILIGEN GEIST. Nur wenn wir „CHRISTI Sinn“ haben, erkennen wir das Göttliche - sind wir in der Lage, zu glauben.

Alles fängt an mit dem Wirken des GEISTES an den Menschen. Es ist die Gnade GOTTES, die Ohren und Herzen öffnet, damit Menschen die Botschaft des Evangeliums überhaupt hören können[19]. GOTT selbst offenbart sich Menschen, die IHN aufrichtig suchen. Es kann auf eine so dramatische Weise geschehen, wie es Saulus erlebt hat (Apostelgeschichte 9,1-18), es kann auch auf das schlichte Zeugnis eines gläubigen Menschen hin oder durch das Lesen einer christlichen Schrift geschehen: Plötzlich erkenne ich, plötzlich weiß ich ...! GOTTES GEIST überwindet mein altes Denken mit all seinen Zweifeln und Vorbehalten. Es kommt zu einer gewissen Erkenntnis des HERRN, und indem ich mich dieser Erkenntnis weiter öffne, zu der Einsicht, dass ich ein „sündiger Mensch“ bin[20] und dass ich und der heilige GOTT nicht zueinander passen. Sodann zeigt mir der GEIST durch das lebendige Wort GOTTES die Person und das Werk des Heilandes, „der sich selbst für unsere Sünden dahingegeben hat“ (Galater 1,4), der alle meine Sünden gesühnt hat und durch den ich mit dem heiligen GOTT versöhnt bin. Das alles, ja, sogar die Tatsache, dass ich mich irgendwann einmal auf die Suche gemacht habe, ist das Werk der Gnade GOTTES durch den HEILIGEN GEIST.

Einfacher gesagt: Glauben kann nur der, der eine Erleuchtung durch den HEILIGEN GEIST[21] empfangen hat. Der erste Glaube - so befreiend und beglückend er auch für den, der ihn empfängt, wirken mag - ist doch erst der Anfang. Glaube muss wachsen. Glaube bringt (mehr, neuen, größeren) Glauben hervor[22].

 

Wie geschieht das?

  1. Ich lerne durch den Glauben immer mehr DEN kennen, an DEN ich glaube: den großen GOTT!
  2. Ich lerne und verstehe GOTTES Wort besser, entdecke Seine Verheißungen.
  3. 1. und 2. macht mich bereit, mich selbst IHM mehr als bisher zur Verfügung zu stellen, Seinem Wort zu gehorchen, eigene Sicherheiten, wenn nötig, aufzugeben.
  4. Dadurch erfahre ich mehr als bisher, dass ER mir Kraft, Mut und Vollmacht für meinen Dienst gibt.
  5. Das stärkt mein Vertrauen zu wagen, auf Sein Wort hin zu handeln.
  6. Die Erfahrung lehrt mich, dass es gefährlich für mich ist, wenn ich etwas aus mir selbst tue. Ich lerne, mehr auf GOTTES Weisungen zu warten und zu hören, so dass ich erfüllt werde mit der Erkenntnis Seines Willens (Kolosser 1,9).
  7. Es wird mir ein Bedürfnis, GOTTES Willen nicht nur zu erkennen, sondern auch zu tun.
  8. Dann erfahre ich, dass GOTT sowohl zu Seinem Wort als auch zu mir steht.
  9. Ich lerne GOTT besser kennen.
  10. Entsprechend wächst mein Glaube.

Gewiss, es geht nicht immer so gradlinig voran. Glaube wird angefochten. Auch können wir durch falsche Entscheidungen, z. B. durch bewussten Ungehorsam, unseren Glauben lähmen. Es gibt leider im Leben mancher Christen Zeiten der Stagnation. Hier gilt: „Stillstand ist Rückgang!“ GOTTES Wort fordert uns auf, Treue zu bewahren, im Glauben standhaft zu sein.

Endziel des Glaubens

1. Petrus 1,7-9: ... auf dass die Bewährung eures Glaubens, viel köstlicher als die des Goldes, das vergeht, aber durch Feuer erprobt wird, erfunden werde zu Lob und Herrlichkeit und Ehre in der Offenbarung Jesu Christi; den ihr nicht gesehen und gekannt habt, liebet; den ihr jetzt nicht schaut, an den ihr aber glaubt, auf den ihr euch freut mit hoher, unaussprechlicher und verherrlichter Freude, das Endziel eures Glaubens davontragend, die Rettung der Seelen.

„teloV thV pistewV“ - teloV bedeutet: Ziel, Endziel, wie eine Sache ausgeht,
telew = beendigen, vollenden. Lies Johannes 19,30: „TetelesJai“ - „Es ist vollbracht!“

Das Endziel unseres Glaubens ist die Rettung unserer Seelen!
Ich bin gerettet durch den Glauben an den HERRN JESUS, an Sein heiliges Blut. 
Wir sind gerettet, aber wir warten noch auf die Rettung der Seele. So heißt es auch in Hebräer 10,39: Wir aber sind nicht von denen, die sich zurückziehen zum Verderben, sondern von denen, die da glauben zur Errettung der Seele.

Unsere Rettung ist einerseits vollendete Tatsache, aber sie ist auch ein zukünftiges Ereignis. Bald werden wir in einer ganz neuen Weise „gerettet“ sein, dann nämlich, wenn „unser Leib der Niedrigkeit umgewandelt wird, damit er Seinem Leibe der Herrlichkeit gleichgestaltet wird“ (Philipper 3,21).

Dann wird unser Seufzen  (Römer 8,23) ein Ende haben. Die steten Anfechtungen, denen der neue Mensch durch die Welt und durch Satan ausgesetzt ist und denen unser Fleisch nur zu willig Gehör schenken will, werden zu Ende sein, sobald unser sterblicher, natürlicher Leib  (1. Korinther 15,42ff) auferstehen wird als geistlicher Leib in Unverweslichkeit, in Herrlichkeit. Da wird dann auch „der Leib der Sünde“ endgültig abgetan sein[23].        
Und so werden wir allezeit bei dem HERRN sein!

 

[1]   Die „Strongs-Nummern" finden wir in einer Reihe von Wörterbüchern, Kommentaren usw. Sie bezeichnen die griechischen Wörter des NT in alphabetischer Reihenfolge.

 

[2]   GOTTES Treue erstreckt sich auf alle Bereiche meines Lebens, des gegenwärtigen und des zukünftigen.

 

[3]   Jemand fragte einen Christen: „Glaubst du an den Teufel?“ Der Christ verneinte entschieden, erklärte dann aber: „Ich glaube, dass es den Teufel gibt, aber ich glaube nicht an ihn!“

 

[4]   Psalm 33,4: Denn des HERRN Wort ist wahrhaftig, und was er zusagt, das hält er gewiss. Römer 4,21: ...und [Abraham] hatte die volle Gewissheit: „Was er [GOTT] verheißen hat, ist er auch imstande zu tun.“

 

[5]    Überführtsein: Dieses Wort steht nur in Hebräer 11,1 und 2. Tim. 3,16 („Überführung“). Das Wort bedeutet auch  „Beweis“, „innerlich überzeugt worden sein“.

 

[6]    Hebräer 11,6: Ohne Glauben aber ist es unmöglich, ihm wohlzugefallen; denn wer Gott naht, muss glauben, dass er ist, und denen, die ihn suchen, ein Belohner ist.

 

[7]    2. Korinther 5,21: Den, der Sünde nicht kannte, hat er für uns zur Sünde gemacht, damit wir Gottes Gerechtigkeit würden in ihm.

 

[8]    Wenn Noah in die Arche einsteigt, ist er in Sicherheit, wenn er die Arche verlässt, bevor sie am sicheren Ufer angekommen ist, muss selbst ein Noah ertrinken.

 

[9]    Hebräer 3,14: Denn wir sind Teilhaber des Christus geworden, wenn wir die anfängliche Zuversicht bis zum Ende standhaft festhalten.

 

[10]   Man kann die Aufforderung von Offenbarung 2,10 auch übersetzen: „werde glaubend bis zum Tode, so werde ICH dir die Krone des Lebens geben“.

 

[11]  Markus 11,22. In Galater 2,20 ist davon die Rede, dass Paulus „im Glauben des SOHNES GOTTES“ lebt (so wörtlich).

 

[12]   Beten: proseuchomai, von euchomai = „sich rühmen, geloben, beten, bitten, wünschen“ und pros = „von der Seite von ..., an, in Richtung auf ...“. Beten kann man verstehen als „in eine bestimmte Richtung hin seine Wünsche aussprechen“ (vgl. Psalm 62,9!). Bitten: aiteō = „bitten, verlangen, fordern, begehren“. Dem Bitten geht das Beten voraus. Die Verheißungen der Erhörung gelten dem Bittenden.

 

[13]   Matthäus 7,7-11; Matthäus 18,19; Markus 11,24; Lukas 11,9-10; Johannes 11,22; Johannes 14,13-14 und 16; Johannes 15,7; Johannes 15,16; Johannes 16,23-24 und 26; 1. Johannes 3,22; 1. Johannes 5,14-15. Man kann allerdings auch „übel bitten“. Dann empfängt man nichts (Jakobus 4,3).

 

[14]   Indikator: Anzeiger

 

[15]   Titus 1,16; Titus 2,7; Titus 2,14; Titus 3,1; Titus 3,8; Titus 3;14

 

[16]   zitiert aus „Das Neue Testament mit Anmerkungen“ von Heinz Schumacher. Schumacher führt ergänzend folgende Textstellen an: Römer 3,22; Galater 2,16; Philipper 3,9.

 

[17]   aus Luther, „Ein feste Burg ist unser GOTT“

 

[18]  Hebräer 6,1-2: Deshalb, das Wort von dem Anfang des Christus lassend, lasst uns fortfahren zum vollen Wuchse und nicht wiederum einen Grund legen mit der Buße von toten Werken und dem Glauben an Gott, der Lehre von Waschungen und dem Händeauflegen und der Totenauferstehung und dem ewigen Gericht.

 

[19]  Von Lydia heißt es (Apostelgeschichte 16,14): „Ihr tat der HERR das Herz [ganz] auf, so dass sie acht gab, auf das, was von Paulus geredet wurde.

 

[20] Lukas 5,8: Als aber Simon Petrus es sah, fiel er zu den Knien Jesu nieder und sprach: „Geh von mir hinaus, denn ich bin ein sündiger Mensch, Herr.“

 

[21] Hebräer 6,4.

    Mit großer Deutlichkeit spricht das M. Luther in seiner Erklärung zum 3. Artikel des Apostolischen Glaubensbekenntnisses aus: „Ich glaube, dass ich nicht aus eigener Vernunft noch Kraft an JESUS CHRISTUS, meinen HERRN, glauben oder zu IHM kommen kann, sondern der HEILIGE GEIST hat mich durch das Evangelium berufen, mit Seinen Gaben erleuchtet, im rechten Glauben geheiligt und erhalten“.

 

[22]   Römer 1,17 - So können wir auch die Bitte des Vaters verstehen, von der Markus 9,24 berichtet: „Ich glaube, HERR, hilf meinem Unglauben!“

 

[23]   Römer 6,6 - Dadurch, dass wir mit CHRISTUS „mitgekreuzigt“ worden sind, ist das unserer Stellung in CHRISTUS nach bereits geschehen und in der Taufe bezeugt. Es besteht aber (leider) noch die Möglichkeit, dass wir nicht in CHRISTUS bleiben, unsere Taufe verleugnen und dann sündigen.

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